Donnerstag, 21. Oktober 2010

Fangfrische Felchen: Erstklassige Qualität aus sauberem Bodensee

Liebe Gäste,

möchten Sie in diesem Jahr noch einmal frischen Fisch vom Bodensee geniessen? Etwa zwei Wochen haben wir Felchen, Egli und Saibling noch auf der Karte, dann ist Ende der Fangsaison. Erst Mitte März werden die Netze wieder ausgerollt.

Ich liebe den Bodensee: Dort erhole ich mich gern, und ich schätze ihn natürlich auch sehr als Reservoir für meine Frischeküche im Jägerhof. Sein sauberes Wasser ist Garant für eine hervorragende Qualität der Speisefische, die ich bei Urs Zellweger in Staad fangfrisch beziehe. Vor allem Felchen gehen den Berufsfischern am Bodensee ins Netz. Daneben Eglis – am deutschen Ufer werden diese Flussbarsche meist Kretzer genannt – und seltener Saibling, Seeforelle, Wels, Zander oder auch mal ein Hecht. Was aktuell im Jägerhof auf den Teller kommt, hängt immer auch vom Fangglück der Fischer ab. Ich nehme es, wie es kommt!

Der Bodenseefisch ist an allen Ufern sehr gefragt, seine Bestände glücklicherweise ziemlich stabil. Allerdings mit Nachhilfe bei der Aufzucht: Die Fischer fangen den Laich der Felchen im November ein. In Aufzuchtanlagen wachsen aus den befruchteten Eiern die Larven und später kleinen Fische heran, die dann im Bodensee ausgesetzt werden. Dort wachsen die Felchen dann nicht allzu schnell weiter – und werden auch nicht so gross wie früher – weil der Bodensee relativ arm an Nährstoffen ist. Um das Jahr 1980 war noch das Gegenteil der Fall, da drohte der Bodensee quasi zu Boden zu gehen, sprich umzukippen: Am Seegrund war die Sauerstoffkonzentration schon gefährlich niedrig. Durch den Bau vieler Kläranlagen sank der Nährstoffgehalt seitdem stetig auf das heutige Niveau, das – laut Biologen – der natürlichen Konzentration für einen Voralpensee entspricht. Und darin fühlen sich Felchen und Eglis sicher am wohlsten, bis sie den Fischern ins Netz gehen und auf – hoffentlich Ihrem! – Teller im Jägerhof landen.

Mit lieben Grüssen aus der Küche

Ihre
Vreni Giger

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